Dr. Otto Braun

Der Gründer

Dr. Otto Braun

Dr. Otto Braun

Das Heimatmuseum Pommelsbrunn wurde in den Jahren 1995/96 von dem Arzt, Heimatforscher und Kommunalpolitiker Dr. Otto Braun in den Räumen des 1868 erbauten alten Schulhauses gegründet. Er hat in jahrelanger Arbeit die Exponate – und hier sind vor allem die Zinnfiguren-Dioramen zu erwähnen – zusammengetragen oder in mühevoller Kleinarbeit erstellt. Bei der Einrichtung des Museums standen ihm das Gastwirtsehepaar Eugenia und Uli Vogel sowie eine ganze Reihe freiwilliger Helfer zur Seite. Dr. Otto Braun ist Pommelsbrunner – und Franke – mit Leib und Seele.

1923 in Kirnberg b. Rothenburg o.T. als Sohn eines Pfarrers geboren, kam Dr. Braun schon im Alter von drei Jahren nach Pommelsbrunn und er bezeichnet heute seine Jugend im Dorf als die schönste Zeit seines Lebens. Mit 18 Jahren meldete er sich zum Kriegsdienst und kam nach Russland, wo er bis 1944 kämpfte. Nach einer schweren Verwundung reifte in ihm der Entschluss, Arzt zu werden und nach dem Studium sah ihn das Jahr 1958 bereits in seiner Heimat Pommelsbrunn, wo er als praktischer Arzt bis 1988 eine große Landarztpraxis führte. Daneben fand Dr. Braun noch Zeit für engagiertes politisches Wirken in der von ihm 1966 gegründeten Pommelsbrunner CSU. 42 Jahre gehörte er dem Gemeinderat ohne Unterbrechung an, 30 Jahre dem Kreistag. Er setzte sich für unterschiedlichste Projekte ein, verfasste Schriften zur Heimatkunde und ein ausführliches bebildertes Werk zur Geschichte des Ortes Pommelsbrunn. Dr. Braun ist auch der „Entdecker“ des örtlichen mittelalterlichen Badhauses, welches das letzte seiner Art im ländlichen Bereich in ganz Deutschland ist.

Dr. Otto Braun
Dr. Otto Braun

Dem von ihm gegründeten und ausgestatteten Heimatmuseum in der Heuchlinger Straße 2 gilt nach wie vor sein ganzes Bemühen.

Für sein Gesamtwirken wurden ihm zahlreiche Ehrungen zuteil, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Pommelsbrunn.

Dr. Otto Braun verstarb im Juli 2005. Wir werden ihn immer in ehrendem Gedenken bewahren.