Kriegsende 1945 im Nürnberger Land – Ausstellung im Heimatmuseum Pommelsbrunn

Plakat Sonder-Ausstellung 2026

Der Heimat- und Museumsverein Pommelsbrunn e. V. präsentiert gemeinsam mit dem Heimatverein Guntersrieth e. V. die Ausstellung „Kriegsende 1945 im Nürnberger Land“. Sie widmet sich den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs in unserer Region und spannt den Bogen von den dramatischen Ereignissen im Frühjahr 1945 bis in die Zeit des mühsamen Neuanfangs danach.

Im Mittelpunkt stehen lokale Geschehnisse: Luftangriffe auf Hersbruck, der Einmarsch amerikanischer Truppen, Erinnerungen von Zeitzeugen sowie die letzten Tage der Außenstelle des KZ Hersbruck. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Exponate, darunter auch seltene Fundstücke und Ausrüstungsgegenstände aus deutscher und amerikanischer Herkunft, die eindrucksvoll die Spuren dieser Zeit dokumentieren.

Neben der historischen Einordnung legt die Ausstellung besonderen Wert auf persönliche Geschichten und Anekdoten. Sie zeigen, wie Menschen die letzten Kriegstage erlebt haben – zwischen Angst, Unsicherheit, Hoffnung und ersten Schritten in ein neues Leben.

Die Ausstellung ist vom 10. Mai 2026 bis 29. November 2026 jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr im Heimatmuseum Pommelsbrunn, Heuchlinger Straße 2, zu sehen.

Ein besonderer Auftakt ist für den 10. Mai 2026 geplant: An diesem Tag lädt der Verein zusätzlich zum Museumscafé ein. Besucherinnen und Besucher können den Ausstellungsbesuch bei Kaffee und Kuchen in angenehmer Atmosphäre ausklingen lassen.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu begleitenden Veranstaltungen, wie beispielsweise das Museumsfest am 13.9. oder Vorträge, werden hier bekannt gegeben.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Die Hersbrucker Zeitung schrieb zu unserer Ausstellung:

Sonderausstellung im Heimatmuseum Pommelsbrunn: „Kriegsende 1945 im Nürnberger Land“ (Renate Scharrer)

Am 7. Mai wurde im Naturkundlichen Heimatmuseum Pommelsbrunn sowie im angrenzenden Gemeinschaftshaus Pommelsbrunn die Sonderausstellung „Kriegsende 1945 im Nürnberger Land“ eröffnet. Ausrichter waren der Heimat- und Museumsverein Pommelsbrunn, vertreten durch Uli Vogel und Klaus Schnaible, gemeinsam mit dem Heimatverein Guntersrieth, vertreten durch Stefan Schatz. Die Ausstellung rückt das Ende des Zweiten Weltkriegs in der Gemeinde Pommelsbrunn in den Mittelpunkt.

Zur Eröffnung kamen Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Armin Haushahn, Pfarrerin Renate Schauer sowie zahlreiche Gemeinderäte und weitere Besucher. In den Räumen des Museums und des Gemeinschaftshauses verteilten sich die Gäste zwischen Exponaten, Texttafeln und Bildmaterial.
Vogel eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede, in der er zunächst die Entstehungsgeschichte des Heimatmuseums erläuterte. Er verwies auf die jährlichen Sonderausstellungen und ordnete die Schau in diese Reihe ein. Er erinnerte an das Frühjahr 1945, in er die Zivilgemeinschaft leidet, die alten Nazis noch heftigen Widerstand leisten und die Menschen in der Gemeinde Pommelsbrunn in eine unsichere Zukunft blicken. Zugleich dankte er Stefan Schatz und dem Heimatverein Guntersrieth für die Zusammenarbeit. „Geschichte lebt weiter!“, so sein Schlusswort.

Landrat Kroder blickte in seinem Grußwort zurück zum Ende des 1000-jährigen Reiches. Er versuchte die Bedeutung der Ausstellung einzuordnen und verband den Rückblick mit einem Appell in die Gegenwart: Erinnerungskultur dürfe nicht enden, und Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut. Dabei zitierte er einen seiner Lehrer, den verstorbenen Oberstudienrat Ernst Pürner, der zu Beginn einer Unterrichtsstunde über den Zweiten Weltkrieg ausrief: „Und was haben die Menschen daraus gelernt? Nichts.“ Kroder beleuchtete die aktuelle politische Situation, in der Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ plötzlich wieder die Notwendigkeit einer neuen Verteidigungspolitik beleuchten. Er wünschte sich Verteidigungsfähigkeit bzw. Resilienz als bessere Wortwahl und verwies auf eine kommende Diskussion im Bevölkerungsschutzzentrum Hersbruck. Er bat alle Anwesenden, Werbung für die Ausstellung zu machen.

Haushahn betonte in seinem Grußwort, wie wichtig es sei, Geschichte zu visualisieren. Er wandte sich an die anwesenden Schulleiter und bat darum, an den Schulen für einen Besuch zu werben, damit sich auch jüngere Menschen ein Bild machen können. Stefan Schatz vom Heimatverein Guntersrieth schilderte anschließend, wie viele Vorfälle zum Kriegsende heute nicht mehr im Gedächtnis präsent seien. Er verwies ebenfalls auf die aktuellen politischen Entwicklungen, die wieder Ängste wachrufen.

Anschließend bekamen die Besucher noch die Möglichkeit, die Sonderausstellung nicht nur zu besuchen, sondern sich auch mit dem Machern auszutauschen. Die Ausstellung ist vom 10. Mai 2026 bis 29. November 2026 jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr im Heimatmuseum Pommelsbrunn, Heuchlinger Straße 2, zu sehen.